Die B-Vitamine sind acht wasserlösliche Verbindungen, die chemisch nichts miteinander zu tun haben – zusammengefasst wurden sie, weil man sie zunächst für einen einzelnen Stoff hielt.
Vitamin B1 heißt Thiamin. Es war das erste Vitamin, das überhaupt isoliert wurde: Christiaan Eijkman beobachtete Ende des 19. Jahrhunderts auf Java, dass Hühner mit poliertem Reis erkrankten und mit ungeschältem gesundeten – 1929 erhielt er dafür den Nobelpreis.
Vitamin B6 ist ein Sammelbegriff für sechs verwandte Verbindungen, darunter Pyridoxin. In der Nahrung steckt es in Fleisch, Fisch, Vollkorn, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.
Vitamin B12 heißt chemisch Cobalamin – nach dem Kobaltatom in seinem Zentrum. Es ist das einzige Vitamin, das ein Metall enthält. Gebildet wird es ausschließlich von Bakterien; über die Nahrung gelangt es fast nur aus tierischen Lebensmitteln zum Menschen. Hier liegt es als Methylcobalamin vor.
Weil B-Vitamine wasserlöslich sind, speichert der Körper sie kaum – mit Ausnahme von B12, das in der Leber über Jahre vorgehalten wird.